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– Die Hypes normaler Leute –

Withings Smart Baby Monitor – Testbericht –

| 2 Kommentare

Diejenigen von euch die uns auch in den sozialen Netzwerken grossflächig folgen werden es mitbekommen haben. Mika und ich sind Eltern geworden. An dieser Stelle nochmal danke an alle die auf jedem nur erdenklichen Weg gratuliert haben!

Aber darum soll es eigentlich garnicht gehen. Denn was Menschen wie uns direkt auffällt ist. „Aha! Da ist ein neuer kleiner Mensch, das bietet doch wieder gute Möglichkeiten den Gadget Fundus zu erweitern!“ Nein keine Sorge, aktuell fange ich noch nicht an euch mit Kinderwagen Tests oder den neusten Errungenschaften der Windeltechnik zu foltern.

Es geht um das Babyphone. Wenige Geräte in Sachen Kind werden so gehyped oder herabgespielt ist mir aufgefallen. Die einen sind der Meinung es gibt fast nix wichtigeres und da muss auch eine Bewegungsmatte her, am besten direkt mit komplettem Vitalzeichenmonitoring inklusive Hinstrommessung. Die anderen sagen „da kommt Ton raus wenn das Kind quengelt, damit weiss ich dann Bescheid“.

Wir haben uns, zugegeben auch aus persönlichem Interesse für eine recht luxuriöse Variante entschieden. Den Withings Smart Baby Monitor. Eigentlich nur aus dem Grund weil man ihn mit dem iPhone und iPad ansteuern kann. Keine Sorge liebe Android-Gemeinde auch mit dem Android Phone und Tablet ist das möglich.

Zugegeben er ist kein Schnäppchen. Mit rund 250€ schlägt das Gerät in die Familienkasse.

Dafür bekommt man allerdings eine mit 3 Videosensoren in HD (2048×1536 Pixel) ausgestattet und aufgelöste Kamera mit viefachem Zoom und virtueller Schwenk-, Neigungs- und Zoom- Funktion. Die Kamera packt Weitinkelaufnahmen. Nachts bzw. im dunklen sorgt die LED-Infrarotbeleuchtung im Entfernungsbereich bis 5m die Nacht sichtbar.
Ein Mikrofon mit dualem Eingang, 16 Bit klagmuster bei 44,1 kHz, AAC 32 kbit/s Encodiert sorgt dafür, dass auch kleine Babyseufzer gut zu hören sind.
Kommunikation findet über Wi-Fi 802.11, Bluetooth 2.1 EDR und Ethernet 10-100 Mbits/s statt. Thermoeter und Hygrometer überwachen Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum. Und der Lithium Ionen Akku sorgt dafür, dass man das Gerät auch komplett kabellos betreiben kann.

Nachdem das gerät ausgepackt und via Mini USB an den Strom angeschlossen ist kann es losgehen. Ab diesem Zeitpunkt wird das Bluetooth Modul für 30 Minuten aktiviert und man kann seine Geräte mit dem Monitor verbinden und das Gerät einrichten. Gut gemacht. Schön einfach step-by-step erklärt. Kann sogar meine Oma.

nettes Design

nettes Design

Optisch schon sehr „Apple Style“-mässig kommt der Monitor schlicht und gutaussehend daher.

Halterung

Eine mit grosser Klemme versehene Kunststoffhalterung macht es leicht den Monitor an der Reling des Babybettes in unterschiedlichen Positionen anzubringen.

mehrere Geräte möglich

mehrere Geräte möglich

Wir haben unteranderem ein „ausgedientes“ iPhone 3GS in der Küche auf einem „Brüllwürfel“ stehen. Charmanter Vorteil ist, dass der Ton direkt aus dem Würfel kommt und es damit gut möglich ist nebenher in der Küche zu werkeln und sogar das Radio laufen zu lassen ohne Angst haben zu müssen, dass man den Ton aus dem Handylautsprecher überhört.

Kommen wir zu dem was man im Endeffekt sieht.

Monitor ohne Menü

Monitor ohne Menü

In der reinen Monitoransicht ohne eingeblendetes Menü sieht man das Kamerabild inklusive Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie eine grafische Geräuschpegelanzeige.

Monitor mit Tools

Monitor mit Tools

Das „Tools“ Menü bietet einem Zugriff auf alle Werkzeuge. Über das Mikrofonsymbol kann man mit dem Kind sprechen. Über die Sonne steuert man das Nachtlicht, über den Notenschlüssel startet man das Schlaflied und mit der Kamera macht man ein aktuelles Foto.

Statistik Graph

Statistik Graph

Eine grafische Aufbereitung der letzten 15 Stunde lässt sich alternativ zum Werkzeugmenü einblenden.

Settings - Schlaflied

Settings – Schlaflied

Über die Konfiguration lassen sich unterschiedliche Schlaflieder auswählen welche für 3Min, 6Min, 15Min, 60Min oder dauerhaft abgespielt werden können.

Nachtlicht

Nachtlicht

Das Nachtlicht lässt sich in den selben Rythmen wie das Schlaflied starten. Über den Farbwähler lässt sich entweder eine Farbe wählen oder man wählt die „Regenbogen“ Option. In diesem Fall wechseln alle Farbe der Reihe nach durch.

Nachtlicht

Nachtlicht

Zugegeben bei Tag macht das Nachtlicht nicht viel her. Im dunklen allerdings wirft es ein sehr schön dezentes Licht auf den kleinen Erdenbürger.

Logbuch

Logbuch

Für alle die sehr akribisch Buch führen wollen erstellt die App auch ein Logbuch mit allen vergangenen Meldungen und Alarmen.

Multi User etc.

Multi User etc.

Es lassen sich unterschiedliche Benutzer anlegen. Den Zugriff über Passwort sichern und in unterschiedlichen WLAN´s arbeiten.

Fazit:

Der Withings Smart Baby Monitor ist für uns ein wirklich gutes Gerät. Die Kamera ist die totale Bombe. Das Mikrofon nimmt sogar fallende Stecknadeln wahr und die Installation ist wirklich gut gemacht.
Die App ist super übersichtlich. Läuft sehr stabil und macht im grossen und ganzen sowohl Sinn als auch Spaß.
Die Funktionen Schlaflied und Nachtlicht lassen sich auch über eine Touch Knopfleiste am Monitor selber starten ohne, dass man ein Smartphone oder Tablet zu Hand haben muss. Wenn man das Gerät zu klappt dann hat man ein rein akkustisches Babyphone, heisst also die Tonübertragung geht weiter, eben ohne Kamerabild. Ausschalten muss man es über den Schalter.

Ganz ohne Kritik geht es allerdings nicht.

– Der Akku ist leider Gottes totale Grütze. Hält maximal 2 Stunden. Allerdings muss man sich auch vor Augen halten was das Gerät einem an Bild und Ton liefert. (es mag auch sein, dass er länger hält wenn man den Monitor über ein LAN Kabel ins Netwerk hängt, aber das habe ich noch nicht getestet)

– Die unterschiedlichen Benutzer sind toll. Allerdings kann man sie nur anlegen und löschen. Man kann sie leider nicht deaktivieren. Sowas würde ich mir für die Grosseltern wünschen die in unserem Fall über iPad bzw. iPhone verfügen. Da wäre es super wenn man ihnen ab und an erlauben könnte nach dem Enkel zu schauen. Aber eben nicht wenn man gerade vergessen hat das Babyphone auszuschalten und nackt aus der Dusche kommt ;-)

– Eine richtig große Frechheit gibt es noch! Auf der Withings Seite wird damit geworben, dass man jetzt KOSTENLOS von unterwegs auf sein Baby acht geben kann. Das ist in sofern richtig, als das es durchaus möglich ist über das mobile Internet von überall auf das Gerät zu connecten. Tolle Sache für Schichtdienstler wie mich. Kostenlos ist daran allerdings garnichts. Denn es kostet ne Menge Datenvolumen und wenn das verbraucht ist entsprechend Kohle um es wieder aufzufüllen. Was Withings meint ist, dass sie keine Gebühren dafür erheben. Das allerdings finde ich mehr als irreführend.

Alles in allem sind wir aber doch sehr zufrieden und können es durchaus weitermpfehlen.

 

Autor: frshone

Family kram, Essen, schwere Gewichte, Gadgets... -> Team Seite

2 Kommentare

  1. Sehr schön und richtig beschrieben. Ich habe das Teil auch und solange es auch zu laden ging funktionierte alles super. Genau mit Ablauf der Garantie dann das Debakel. Das Gerät funktioniert nicht mehr, da das Akku nicht mehr läd und ein reines durchleiten nicht möglich ist. Ersatzteile werden noch angeboten und man bietet lediglich ein neues Gerät an mit 25% Rabatt. Die Fehlerdiagnose macht Withings in dem man ein Foto der Rückseite senden soll. Dann wird mitgeteilt das der hab Anschluss defekt ist :) Wahnsinn was die von einem handyfoto alles sehen können. Ich empfehle dieses Gerät nicht aufgrund der gemachten Erfahrung.

    • So unterschiedlich können die Erfahrungen sein.
      Wir hatten auch einen Defekt an der USB Buchse, weil der kleine Mann immer dran gezogen hat wenn das Gerät am Laufstall ging. Wir haben eine E-Mail an Withings geschrieben, ein Leerpaket mit allen nötigen Frankieraufklebern bekommen und anstandslos innerhalb von etwa 2 Wochen ein Austauschgerät bekommen. Klar, hätte schneller gehen können aber war für uns wenig problematisch.
      Schade wenn du andere Erfahrungen machen musstest.

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